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  • Text & Bild: «Quand vos nuits se morcellent» - une lettre à Ferdinand Hodler

    29.11.2019 / Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    De Roulet Daniel , Traber Barbara

    Datum:

    29.11.2019

    Ort:

    Carré Noir, Obergasse 12, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    19.30

    Beginn:

    20.00

    In einem persönlichen Brief an den großen Maler Ferdinand Hodler erzählt Daniel de Roulet von der Faszination, die er für die Gemälde dieses Künstlers hat, insbesondere für die berühmten Bilder seiner sterbenden Geliebten Valentine.

    Hodler war bereits ein erfolgreicher Künstler, als er der Pariserin Valentine Godé-Darel begegnete. Sie stand ihm Modell, sie verliebten sich, bekamen ein Kind. Dann erkrankte Valentine an Krebs. In mehreren hundert Bildern, Skizzen und Zeichnungen hielt der Maler das Leiden und Sterben seiner Geliebten fest. Ein in der Kunstgeschichte einzigartiges Ereignis und ein berührendes Denkmal für Valentine.

    Die Begegnung und die leidenschaftliche Liebe zu Valentine wurden entscheidend für Hodler. Sie war es, die ihn inspirierte und beeinflusste, durch sie fand er zu seiner späten Freiheit und schuf ein Werk, das universelle Gültigkeit hat. In eleganten Sätzen verteidigt Daniel de Roulet diese Liebe ebenso, wie er für den Maler eintritt gegen politische Vereinnahmungen und plakative feministische Kritik.

    Zum Gespräch eingeladen haben wir nicht nur Daniel de Roulet, sondern auch die Übersetzerin und Schriftstellerin Barbara Traber, die den Roman unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen hat. In einer zweisprachigen Diskussion mit Maria Magnin, Doktorandin in neuerer deutscher Literatur an der Universität Lausanne, sprechen sie zusammen über das Erzählen vom Malen, über das Schreiben und Übersetzen.

    Informationen zu den Autor*innen:

    Daniel de Roulet, geboren 1944 in Genf, arbeitete als Architekt und Informatiker. Er ist Autor zahlreicher Romane. «Quand vos nuits se morcellent» (2018) ist sein Brief an Ferdinand Hodler, in dem er von seiner Faszination für die Werke dieses Malers erzählt, vor allem für die Bilder von Hodlers sterbender Geliebten Valentine Godé-Darel.

    Barbara Traber, geboren 1943 in Thun, ist freie Autorin und Übersetzerin. Sie hat den Roman de Roulets unter dem Titel «Wenn die Nacht in Stücke fällt» (2019) ins Deutsche übertragen. Neben mehreren Romanen hat sie auch Lyrik publiziert sowie zahlreiche Mundart-Anthologien herausgegeben.

  • Text & Bild: «Willkommen im Tal der Tränen» – die Kunst der Reduktion auf das Essentielle

    30.11.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Lerch Noëmi , Wolff Walter

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    14.00

    Beginn:

    14.30

    Ein Mann verlässt sein Dorf am Meer. Auf einer Alp in der Schweiz hat er Arbeit gefunden. Tuinar, sagen die anderen zu ihm. Der Mann für alles. Die anderen, das sind Zoppo und der Lombard. Sie weihen den Tuinar in ihre Welt ein, in ihre Sprache der Arbeit. 

    Romantisch ist das Alpleben nur für Touristen. Der Tuinar ist stolz, einer der drei wahren Hüter des eigensinnigen Lebens am Rande der weiten Ebene zu sein. Die weite Ebene, das ist ihre Kirche. Einen Sommer lang folgen sie ihren Rindern auf unsichtbaren Wegen, entlang einer scheinbar äusseren und einer unscheinbar inneren Logik der Erde. 

    Doch die weite Ebene hat ihre eigenen Gesetze. Sie ist Geheimnis und Gefahr zugleich. Je tiefer die drei Männer in ihre Stille vordringen, umso weiter und unwegsamer wird sie. Die Sprache als Mittel der Verständigung droht verlorenzugehen.

    Wie als Alternative zum gesprochenen (oder eben: nichtausgesprochenen) Wort erscheinen dabei die kunstvollen Grafiken der Künstlerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann,  die jeder geschriebenen Seite eine bebilderte gegenüberstellen. 

    Nach Biel eingeladen haben wir nicht nur die Autorin Noëmi Lerch, sondern auch die beiden Grafikerinnen Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann, die dazu beigetragen haben, den Roman zu einem Erlebnis für Ohr und Auge zu machen.  Im Gespräch begeben wir uns mit den Künstlerinnen auf die Alp mit ihren eigenen Gesetzen und fragen nach, wie - mit Wort und Text - dargestellt wird, was nicht ausgedrückt werden kann.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Noëmi Lerch, geboren 1987 in Baden, hat in Biel Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft in Lausanne studiert. Sie lebt auf einem Hof in Aquila und arbeitet als Hirtin und Schriftstellerin. Ihr dritter Roman «Willkommen im Tal der Tränen» (2019) spielt auf einer Alp und wurde vom Künstlerinnenduo Walter Wolff bebildert.

    Hanin Lerch und Alexandra Kaufmann bilden zusammen das Duo Walter Wolff, das 2010 gegründet wurde. Beide sind 1990 in Baden geboren und leben derzeit in Nussbaumen. Sie haben Visuelle Kommunikation in Basel studiert und arbeiten heute – nicht nur als Duo – an diversen Projekten als Tätowiererinnen und als Grafikerinnen. 

  • Text & Bild: «Vergiss dich nicht» – eine Graphic Novel über den tragikomischen Kosmos des Alters

    30.11.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Nüssli Lika

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    16.30

    Seit einigen Jahren lebt die Mutter von Lika Nüssli in einem Heim für demenzkranke Menschen. Als die Besuche immer schweigsamer werden, beginnt sie die Menschen um sie herum zu zeichnen. Die Künstlerin empfindet die vom Leben gezeichneten Körper als faszinierend und die Gespräche, Sätze, Worthülsen als herrlich absurd. Anfangs ist es ihr schwer gefallen, länger als nötig im Heim zu bleiben. Das hat sich mit dem Zeichnen geändert.

     Entstanden ist eine gezeichnete Erzählung über das Erinnern, das Vergessen und über den Migrationskosmos in Altersheimen. Es ist keine Reportage in klassischer Form, sondern vielmehr eine poetische Umsetzung der Seinszustände und eine Suche nach neuen Bildsprachen - eine, die wir zusammen im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin erkunden wollen. 

    Informationen über die Künstlerin:

    Lika Nüssli, geboren 1973, hat an der Luzerner Hochschule für Kunst + Design Illustration studiert. Sie zeichnet, malt, illustriert und performt als Grenzgängerin zwischen den Künsten. Dazu unterrichtet sie an der Schule für Gestaltung und der Talentschule in St. Gallen. 

  • Text & Bild: «50 Hertz» – eine musikalische Spoken-Word-Performance über Revolutionärinnen & andere Störenfriede

    30.11.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    von Graffenried Ariane , Aeberhard Robert

    Datum:

    30.11.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:


    Beginn:

    20.00

    Schön ist, was stört: Das neue Werk von Fitzgerald & Rimini feiert Störenfriede und Störgeräusche, eine Harmonie der schönen Plagegeister – es rauscht, knarrt und pfeift in einmütig unangepasster Euphonie. Ein Hoch auf die Behelligung!

    Das 50-Hertz-Brummen des europäischen Stromnetzes bildet die Basis für eine Musik des scheinbar Missfallenden, für die Schönheit der Störung im Ohr. Und ebenso verhält es sich mit den Figuren auf dem neuen Album: Wild-West-Heldin Calamity Jane; Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum; Auguste Wenzel, einer Märzgefallenen in Berlin 1848; Fräulein Rottenmeier, der Gouvernante aus dem Heidi-Roman oder dem Sexroboter Harmony. Ihnen setzen Fitzgerald & Rimini in hörspielartigen Monumentalminiaturen musikalisch-literarische Denkmäler, um gleich darauf wieder an ihnen zu rütteln und sie vom Sockel zu holen, denn Störung muss sein.

    Informationen zu den Künstler*innen:

    Fitzgerald & Rimini, das sind Ariane von Graffenried und Robert Aeberhard – ein Duo, das sich konsequent und kunstvoll auf der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance bewegt. Ariane von Graffenried, geboren 1978, ist Autorin und Spoken-Word-Performerin und lebt in Bern. Sie ist Mitglied der Autorengruppe «Bern ist überall», schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft.

    Robert Aeberhard, geboren 1977, lebt und arbeitet als Musiker und Klangkünstler ebenfalls in Bern. Nebst live-Auftritten als Bassist mit Bands wie Trummer schreibt er Musik für Film und Fernsehen. «50 Hertz» (2019) ist das dritte gemeinsame Album.

  • Text & Bild: «Hilda et la princesse» – Kindermatinée mit Zeichen-Workshop

    01.12.2019 / Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Rust Eva

    Datum:

    01.12.2019

    Ort:

    Librairie Bostryche, Zentralstrasse 14, 2502 Biel/Bienne

    Türöffnung:

    10.30

    Beginn:

    11.00

    Zusammen mit dem jungen Publikum erzählt und zeichnet Eva Rust aus ihrem neu erschienenen Kinderbuch «Hilda et la princesse». Die fröhliche und furchtlose jungen Hexe Hilda verjagt normalerweise alle Eindringlinge, die es wagen, in ihren Wald zu kommen. Als im benachbarten Turm plötzlich eine Prinzessin auftaucht, ist es aber vorbei mit der Idylle: Die Prinzessin singt den ganzen Tag zuckersüsse Liebeslieder, und wartet, bis sie von einem Prinzen gerettet wird. Das geht Hilda gehörig auf die Nerven. Sie muss dringend etwas unternehmen!

    Der Workshop richtet sich an junge Menschen zwischen 5 und 10 Jahren und findet auf Deutsch statt. Kinder bezahlen 10 CHF, Begleitpersonen sind gratis - die Suppe im Anschluss ist inbegriffen. Hinweis: Aufgrund der beschränkten Anzahl Plätze wird eine Reservation empfohlen.

    Information zu der Künstlerin: 

    Eva Rust hat wissenschaftliche Illustration studiert und ist seither freischaffende, nicht mehr ganz so wissenschaftliche Illustratorin. Sie lässt sich in ihrer Arbeit aber immer noch gerne von der Tier- und Pflanzenwelt inspirieren. Neben der Illustration unterrichtet sie Zeichnen an der Schule für Gestaltung Bern und Biel, ist manchmal auch als Textildesignerin tätig und hat an diversen Animationsfilmen mitgearbeitet.